Die e-motion e-Bike Experten Gruppe ist bereits seit 2009 ein unabhängiger Verbund von wirtschaftlich eigenständigen Fachhändlern, die sich auf Elektrofahrräder spezialisiert haben. Wir finden für jeden das richtige Traum e-Bike.

Inhaltsverzeichnis

SUV e-Bikes wie das Hercules NOS SUV 2.2 sind ganz klar ein spannender Bike-Typus. Die Tausendsassas sind nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern lassen sich auch in keine Schublade stecken: Als Bike mit City, Trekking und einer guten Prise e-Mountainbike Genen haben sie von allem nur das Beste zu bieten. Kein Wunder also, dass das Angebot an SUV e-Bikes stetig wächst. Viele Bikefans suchen ein Multitalent, das ein möglichst breites Einsatzgebiet abdeckt und gleichermaßen für die Stadt wie auch für Fahrten abseits befestigter Straßen geeignet ist. Natürlich hat es sich unser wissbegieriger Testfahrer Christof nicht nehmen lassen, ein solches All-Terrain e-Bike einem Härtetest zu unterziehen. Die Wahl fiel auf das Hercules NOS SUV 2.2 – ein Bike, welches mit seinem Einsatzgebiet schon namentlich nicht wirklich hinterm Berg hält.

Ich freue mich auf die ausgiebige Testfahrt mit dem Hercules NOS SUV 2.2. In meinem Fall besitzt es einen Diamantrahmen, wäre jedoch auch mit Trapezrahmen oder als Tiefeinsteiger erhältlich. Wie sich das NOS SUV 2.2 im Test schlägt und ob es meine hohen Erwartungen erfüllen kann, erfahrt ihr jetzt gleich. Zunächst aber die wichtigsten
Spezifikationen zum Bike:
Motor: Shimano Steps EP8 36V 250W, 85 Nm
Akku: 630 Wh, entnehmbar aus dem Unterrohr
Display: Shimano E6100
Schaltungstyp: Kettenschaltung
Schaltwerk: Shimano Deore RD-M5120, 10-Gang
Rahmen: MTB Hardtail Series, 6061 Aluminium
Gabel: RockShox 35 Gold, 120 mm Federweg, Motion Control, Lockout
Bremsen: Shimano MT420, hydraulische 4-Kolben-Scheibenbremse, v: 203 mm, h: 180 mm
Reifen: Schwalbe Johnny Watts Performance, 27,5+, 65-584
Gewichtsfreigabe: bis 150 kg
Farbe: silber-matt
Mein erster Eindruck: Das Bike hat eine sportliche Optik und bringt hochwertige Ausstattung mit sich. Schon zu Beginn wird klar, dass es sich beim Hercules NOS SUV 2.2 um ein waschechtes e-MTB Hardtail mit straßentauglicher Vollausstattung handelt. Besonders der vergleichsweise schlanke Rahmen mit seiner gelungenen Motorintegration hat es mir angetan. Aus meiner Sicht gelingt Hercules beim NOS SUV 2.2 der Spagat zwischen sportlicher Optik und hoher Motorleistung mit reichlich Akkukapazität.
Beim Motor finden wir einen bewährten e-Mountainbike Antrieb vor: Der Shimano EP8 ist mit 85 Nm der stärkste Antrieb des Herstellers und sorgt in Kombi mit dem großen 630 Wh Akku für ausgedehnte Entdeckungstouren.
Bildlinki: https://drive.google.com/file/d/1c-Z\_7mXX672OEkFEf-NcPj2wUoCDeVp-/view
Das Bike ist ab 4.499 € zu haben. Dafür bekommt man eine für diese Preisklasse überdurchschnittlich hochwertige Ausstattung mit 120 mm RockShox Luftfedergabel, inklusive Lockfunktion und kräftigen Shimano Vierkolbenbremsen. Die robuste Shimano Deore 10-Gang Schaltung ist günstig ersetzbar bei Verschleiß und dürfte den Anforderungen vollauf genügen. Eine starke 110-Lux Lichtanlage sowie robuste Metallschutzbleche runden das SUV-Gesamtpaket stimmig ab und machen das Bike alltagstauglich.
Nun geht’s zur Probefahrt im schönen Markgräfler Land!

Nachdem bereits die Optik des Bikes überzeugen konnte, ziehen auch die ersten Fahreindrücke nach. Das NOS SUV ähnelt nicht zufällig einem 27,5 Zoll e-Mountainbike Hardtail – es IST ein 27,5 e-Hardtail! Ich kann es agil durch Kurven manövrieren. Dank der 27,5 Zoll Bereifung und einem nicht zu flachen Lenkwinkel von 68° kann das NOS einen kurzen Radstand von nur 1149 mm aufweisen (in Rahmengröße M). Das Resultat ist purer Fahrspaß – ganz nach meinem Geschmack!
Mit Beginn der Fahrt verändern sich auch die Untergründe stetig. Beste Testbedingungen für das NOS SUV 2.2, das sein Können schon jetzt gerne unter Beweis stellt. Die breiten und gut profilierten 65er Johnny Watts-Reifen rollen erstaunlich leise auf Asphalt und bieten auch auf Schotterwegen sehr gute Dämpfung und Grip.


Erste Anlaufstelle meiner Probefahrt ist der weitläufige Kurpark von Bad Krozingen. Mein Belchenradler-Teamkollege Wanja ist mein gewohntes “+1” und begleitet mich zum Fotografieren und Filmen. Das Hercules NOS SUV macht vor dem Kurhaus mit seinen Palmen und gepflegten Blumenbeeten eine ausgesprochen gute Figur. Die dezente Farbe Silver-Matt verleiht dem Bike einen eleganten Look. Man könnte mit diesem Bike auch problemlos vor die Oper fahren, ohne sich „underdressed“ zu fühlen ;-).
Anstelle der Oper zieht es mich im zweiten Teil meiner Testfahrt eher in den Wald, um die e-MTB Gene des Bikes auf Trails hervorzulocken.

Erste Anlaufstelle meiner Probefahrt ist der weitläufige Kurpark von Bad Krozingen. Mein Belchenradler-Teamkollege Wanja ist mein gewohntes “+1” und begleitet mich zum Fotografieren und Filmen. Das Hercules NOS SUV macht vor dem Kurhaus mit seinen Palmen und gepflegten Blumenbeeten eine ausgesprochen gute Figur. Die dezente Farbe Silver-Matt verleiht dem Bike einen eleganten Look. Man könnte mit diesem Bike auch problemlos vor die Oper fahren, ohne sich „underdressed“ zu fühlen ;-).
Anstelle der Oper zieht es mich im zweiten Teil meiner Testfahrt eher in den Wald, um die e-MTB Gene des Bikes auf Trails hervorzulocken.

Erste Anlaufstelle meiner Probefahrt ist der weitläufige Kurpark von Bad Krozingen. Mein Belchenradler-Teamkollege Wanja ist mein gewohntes “+1” und begleitet mich zum Fotografieren und Filmen. Das Hercules NOS SUV macht vor dem Kurhaus mit seinen Palmen und gepflegten Blumenbeeten eine ausgesprochen gute Figur. Die dezente Farbe Silver-Matt verleiht dem Bike einen eleganten Look. Man könnte mit diesem Bike auch problemlos vor die Oper fahren, ohne sich „underdressed“ zu fühlen ;-).
Anstelle der Oper zieht es mich im zweiten Teil meiner Testfahrt eher in den Wald, um die e-MTB Gene des Bikes auf Trails hervorzulocken.

Der Krozingen Berg bietet beste Voraussetzungen, um das All-Terrain e-Bike auf den Prüfstand zu stellen: von asphaltierte Strecken über grasbewachsene Naturwege bis hin zu Trails mit Treppen, knackigen Spitzkehren und extrem steilen Rampen.

Der Krozingen Berg bietet beste Voraussetzungen, um das All-Terrain e-Bike auf den Prüfstand zu stellen: von asphaltierte Strecken über grasbewachsene Naturwege bis hin zu Trails mit Treppen, knackigen Spitzkehren und extrem steilen Rampen.

Wie eigentlich immer im Leben, gibt es auch in Sachen SUV e-Bikes zwei Seiten der Medaille. Es gibt daher auch Kritikpunkte zu berichten, die vermehrt dem SUV-Konzept geschuldet sind.
Anbauteile haben im ruppigen Geländeeinsatz leider immer wieder die Tendenz, sich mit der Zeit zu lösen, zu wackeln oder klappernde Geräusche zu verursachen. Nicht ohne Grund verzichten Hersteller bei rein für den sportlichen Einsatz bestimmten e-MTBs auf unnötige Anbauteile. Beim Hercules NOS SUV 2.2 fällt in dieser Hinsicht der Seitenständer im Gelände auf. Er wackelt und macht Geräusche beim Fahren. Diese Kleinigkeit ist mit meinem Minitool-Inbus schnell wieder behoben, es demonstriert aber dennoch die Anfälligkeit dieser e-Bike Kategorie. In der nächsten Kehre erwarten mich 2-3 Naturstufen aus Rundhölzern im Boden. Immer wenn mein Vorderrad über eine Stufe rollt, meldet sich die Klingel zu Wort…Bling, Bling, Bling.

Ich nehme eine Abkürzung zum Gipfel und muss eine extrem steile Rampe passieren. Diese ist reines e-MTB Terrain und wäre mit einem herkömmlichen Mountainbike bergauf unfahrbar. Zu Fuß krabbelt man hier besser hoch und selbst mit einem hochwertigen e-Mountainbike ist diese Steigung nicht einfach zu bewältigen. Für das Hercules NOS SUV 2.2 ist dies eine echte Challenge. Hier ist richtig Leistung gefragt, die der Shimano EP8 mit 85 Nm auch hat, um auf ausreichend Speed zu kommen. Ob die Johnny Watts genügend Grip auf dem Hinterrad haben? Einen Versuch ist es Wert! Ich schalte die Unterstützungsstufe auf HIGH und wähle den zweitkleinsten Gang. Nun heißt es Anlauf nehmen und darauf zu achten, dass das Vorderrad nicht steigt. Der sonst sehr leise arbeitende EP8 heult wütend auf und katapultiert mich nach vorn. Die Johnny Watts Stollen krallen sich wie Raubtiertatzen in den losen Untergrund. Zentral im Bike, mit dem Gesicht über dem Lenker, bewältigen das NOS und ich die Rampe. Jetzt sind wir ein Team geworden!
Es packt mich eine Art Gipfelglück, denn oben angekommen, belohnt mich der Ausblick für die vorherigen Strapazen. Der Krozinger Berg ist mit seinen weitläufigen Rebflächen mitten im Rheintal eine echte Wohltat für die Augen. Das Panorama reicht östlich zu den höchsten Bergen im Schwarzwald und westlich bis zu den Vogesen.



Das Hercules NOS SUV 2.2 hat meine hohen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Die hochwertigen Komponenten sind in dieser Preiskategorie nicht selbstverständlich und sprechen klar für das Bike. Gewisse Nachteile im Gelände, wie die Geräuschanfälligkeit, sind der StVO-konformen Vollausstattung geschuldet und lassen sich kaum vermeiden. Dafür ist das NOS SUV 2.2 dann eben auch 100 % alltagstauglich. Wer häufiger den härteren Einsatz anstrebt, findet in der Hercules-Produktpalette unter der Bezeichnung NOS FS SUV auch Bikes mit absenkbare Teleskopsattelstütze und Vollfederung (FS \= Fullsuspension).